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Update Datenanalyse

· 3 min read
Trajectory Trace Team
Entwicklungsteam

Data

Mit dem neuesten Update rückt die Datenanalyse in den Fokus. Dafür werden zahlreiche Metriken und auch die geglättete Trajektorie als Materialisierung an jeden Verkehrsteilnehmer direkt angehängt und für die performante Analyse bereitgestellt. Damit können auch einige bisher gespeicherte Werte aus der Datenbank entfernt und stattdessen als berechnete Felder in GraphQL verlagert werden. Ergänzend dazu kommen neue Einstellungen für die Integration niedrigfrequenter Datenquellen hinzu.

Anreicherung für die Datenanalyse

Neu in der Datenbank sind mehrere aggregierte oder abgeleitete Werte auf Entity-Ebene:

  • Die geglättete und vereinfachte Trajektorienlinie (trajectory_smooth) wird nun mit Zeit und Level gespeichert und nicht mehr on-the-fly generiert. Damit verringert sich die Last bei der Visualisierung und sie kann für räumliche Abfragen und Analysen genutzt werden.
  • Objektdimensionen werden robust als Median pro Entity gespeichert. Somit liegen die Objektdimensionen auch dann für die Visualisierung vor, wenn nicht auf Rohdaten zugegriffen wird.
  • Geschwindigkeit und Beschleunigung werden als p05, p50 und p95 Perzentile gespeichert, um einzelnen Ausreißern kein Gewicht zu geben.

Dank trajectory_smooth müssen Bounding-Box und Distanz der Trajektorie nicht mehr redundant in der Datenbank gespeichert werden, sondern können über GraphQL abgefragt werden. Damit bleibt die API für typische Auswertungen direkt nutzbar, ohne diese Werte zusätzlich in der Datenbank zu speichern.

Visualisierung und Detailansicht

Im Frontend wird für die Darstellung jetzt trajectory_smooth verwendet. Zusätzlich wird in der historischen Ansicht beim Klick auf ein Objekt dessen gesamte Trajektorie auf der Karte angezeigt. Dabei wird, abhängig vom Toggle, die geglättete oder rohe Trajektorie verwendet.

Die Popup-Ansicht wurde erweitert, sodass zusätzliche Werte und berechnete Kennzahlen direkt angezeigt werden. Die vollständigen Details können per Copy full data (JSON) in die Zwischenablage kopiert werden.

Räumliche Abfragen

Da trajectory_smooth im PostGIS-Format vorliegt, können Trajektorien jetzt massenhaft räumlich ausgewertet werden. Damit werden unter anderem folgende Abfragen möglich bzw. einfacher umsetzbar:

  • Verkehrszählungen
  • Geo-Fences
  • Lokale Geschwindigkeiten
  • Trajektorien-Clustering
  • Anomalie-Detektion

Die Kombination aus Geometrie auf Entity-Ebene und zusätzlichen Metriken schafft dafür eine deutlich bessere Grundlage als bisher.

Unterstützung für niedrigfrequente Datenquellen

Niedrigfrequent

Um niedrigfrequente Datenquellen (Abstand zwischen zwei Meldungen größer 1 Minute) berücksichtigen zu können, gibt es nun eine konfigurierbare Dauer für den maximalen Abstand zwischen zwei Meldungen. Bislang war diese auf 30 Sekunden festgelegt – danach wurde die gleiche temporäre Tracking ID als neues Objekt behandelt. Jetzt kann dieser erlaubte Abstand auf 10 Sekunden bis zu 1 Stunde konfiguriert werden.

Wer sich selbst um die Einzigartigkeit der ID kümmern möchte, kann nun auch direkt eine Object ID im UUID-Format an den Broker schicken. Diese wird dann direkt in der Datenbank gespeichert – eine temporäre Tracking ID ist dann nicht mehr nötig (aber noch erlaubt).

Um den niedrigfrequenten Datenquellen auch im Frontend gerecht zu werden, wurde der maximale Retention Threshold in den Settings auf 1 Stunde erhöht. Dieser Wert bestimmt, wie lange ein Objekt auf der Karte sichtbar bleibt, bevor es entfernt wird.

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